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Was die Gitarre zu erzählen hat

Norbert Schneider wurde in Wien geboren und wuchs in Prottes (Niederösterreich) auf. Seine Kreativität und Vielschichtigkeit kennt kaum Grenzen und reicht von Swing-Jazz über R’n’B und Blues bis hin zu Wienerliedern und Austropop. Sein aktuelles Album „Neuaufnahme“ ist eine Hommage an Georg Danzer, mit teilweise unveröffentlichten Songs des Austropop-Pioniers.

Was war der Zündfunke für deine musikalische Laufbahn?

Ich komme aus einem sehr musikalischen Haushalt und habe als Bub sieben Jahre lang klassische Geige gelernt. Mit dreizehn, vierzehn habe ich mich dann für Lieder und fürs Singen interessiert und wollte mich selbst begleiten. Das war auf der Geige nicht unbedingt so toll und so hat mir meine Schwester erste Griffe auf der Gitarre gezeigt, alles weitere habe ich mir selbst beigebracht.

Eigentlich wollte ich Kindergärtner werden; in der Kindergärtnerschule hatte ich einen super Gitarrenlehrer. Ich war zwar sehr schlecht, da ich nie richtig nach Noten spielen konnte, aber er hat mich gefördert. Für eine Schulfeier hat er eine Band zusammengestellt und wir spielten zwei Songs der Red Hot Chili Peppers vor Stadtschulrat, Landeshauptmann und Eltern. Ich habe die beiden Songs gesungen und das war der ausschlaggebende Moment für mich: „Genau das will ich wirklich machen!“

Spielst du alle deine 15 Gitarren immer wieder mal?

Nein, ein paar sind noch in der alten Wohnung, ein paar im Kasten oben, ein paar sind Baustellen, die gar nicht richtig funktionieren (lacht). Nur drei Gitarren und eine Bassgitarre spiele ich regelmäßig. Am liebsten eine alte Jazzgitarre, meistens auch live. Die habe ich mir irgendwann mal geleistet. Hat lange gedauert, bis ich sie abbezahlt hatte, denn das ist ein 1951er Baujahr, aber in einem super Zustand. Jede Gitarre zwingt dir eine eigene Spielweise auf. Mit der Jazzgitarre funktioniert es perfekt. Mit meinem Stil und was die Gitarre zu erzählen hat, ist das eine gute Verbindung.

Quelle: www.momat.at